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Musikalisches Ereignis im Rahmen der Klangfarben

Laurin Zeißler an der Schlimbachorgel und Dr. Mareika Beckmann, Violine


Ein besonderes musikalisches Ereignis hatten die Besucher am vergangenen Sonntag im Rahmen der „Klangfarben-Konzerte“ in der Pfarrkirche Hl. Kreuz und Hl. Nikolaus erleben können.

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Laurin Zeißler an der Schlimbachorgel und Dr. Mareika Beckmann, Violine


Ein besonderes musikalisches Ereignis hatten die Besucher am vergangenen Sonntag im Rahmen der „Klangfarben-Konzerte“ in der Pfarrkirche Hl. Kreuz und Hl. Nikolaus erleben können. Der Vorsitzende des Ortsausschusses, Friedrich Bauer, kündigte zu Beginn des 47. Klangfarben-Konzertes „Romantische Klangwelten“ an. Dieses musikalische Motto wollen Dr. Mareika Beckmann (Violine) und Laurin Zeißler vorstellen. Die im Rahmen der bildenden Kunst, der Literatur, aber auch der Musik bekannte Epoche der Romantik gegen Ende des 18. Jh. bis in das 19. Jh. wird heute gerne als eine als Gegenbewegung gegen andere Ereignisse und Tendenzen einer Zeit gesehen, so Friedrich Bauer. Dieses Reagieren mit Gegenbewegungen auf bestimmte Ereignisse und Strömungen sehe man oft in menschlichen Verhaltensweisen.

 

Adagio für Violine und Orgel, Op. 80 – eine Komposition des in Quedlinburg geborenen Albert Becker (1834–1899) – ließ gleich zu Beginn spannende Momente erahnen. „Sicilenne“ von Maria Theresia von Paradis (1759–1824) folgte. Paradis war eine österreichische Pianistin, Sängerin, Komponistin und Musikpädagogin. Im Wiener Musikleben war sie sehr prominent und mit vielen bedeutenden Vertretern der Wiener Klassik wie Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart bekannt. Schriftsteller, wie Konrad Pfeffel, Friedrich Gottlieb Klopstock und Gottfried August Bürger, bewunderten die blinde Musikerin, ihr Talent, ihre Menschlichkeit und Persönlichkeit.

 

Die Wertschätzung der Schlimbachorgel des Organisten Zeißler hat er im gefühlvollen Spiel zu Gehör gebracht. „Die Orgel ist unglaublich farbig und ist gut ausgestattet“, so Zeißler. Das Spiel der Violine von Dr. Mareika Beckmann füllte den Kirchraum. Zeißler sprach gegenüber unserer Zeitung von einer wunderbaren historischen Schlimbachorgel, die er mit Kompositionen aus der Romantik spielen durfte. Zeißler und Beckmann gaben bereits zwei Konzerte in der Kirche St. Laurentius Presberg.

 

„Schmerz“ aus: sechs Fantasiestücke Op. 79 von Margaretha Christina de Jong (geboren 1961). Sie ist Kirchenmusikdirektorin der Nieuwe Kerk in Middelburg, Niederlande. Seit 2005 unterrichtet sie Orgel und Tonsatz an der Universität Utrecht in Middelburg. Neben ihrer Tätigkeit als Konzertorganistin, Kirchenmusikerin und Dozentin profiliert sie sich mehr und mehr als Komponistin. Es folgten Suiten für Violine und Orgel des Komponisten Josef Gabriel Rheinberger (1839–1901). Zur Bekanntheit Rheinbergers hat vor allem seine Orgelmusik beigetragen, obwohl sie nur ein Viertel seines Gesamtwerkes ausmacht. Insbesondere seine 20 Orgelsonaten, alle in unterschiedlichen Tonarten gesetzt, haben daran einen großen Anteil. Orgel und Violine ließen eine Nähe zu Rheinbergers Kompositionen spüren. Am Konzertende waren sechs Stücke aus Rheinbergers „Abendlied“ für Violine und Orgel, Op. 150, zu hören.

 

Camillo Schumanns (1872–1946) Komposition „Andante cantabil“, Op. 3 folgten im Programm. Camillo Schumanns Werk umfasst fast alle Musikgattungen. Über 300 Kompositionen sind verzeichnet, darunter eine Vielzahl kammermusikalischer Werke, Klavierwerke, Kantatenwerke mit Orgel oder Orchester, Werke für Harmonium und ein umfangreiches Orgelwerk. Sind noch Aufführungen im spannenden Klangfarbenkonzert von dem Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) 5. Orgelsonate in D–Dur, Op. 65 Nr. 5 zu nennen. Die Orgelsonaten Op. 65 gelten als unverzichtbarer Bestandteil des allgemeinen Orgelrepertoires des Komponisten.

 

Laurin Zeißler an der historischen Schlimbachorgel und Dr. Mareika Beckmann an der Violine erfuhren am Ende des Konzertes lang anhaltenden Applaus. Von Konzertbeginn an ließen sie ihre Leidenschaft für die Musik spüren.

 

Die Ausführenden

Lau­rin Zeiß­ler wur­de 2004 in Darm­stadt ge­bo­ren und be­kam ers­te kir­chen­mu­si­ka­li­sche Im­pul­se bei De­ka­nats­kan­to­rin Ma­ri­on Huth in See­heim. Er ab­sol­vier­te die C-Aus­bil­dung im Bis­tum Mainz u. a. bei Jo­rin San­dau und Lu­kas Eu­ler. Seit Ok­to­ber 2024 stu­diert Lau­rin Zeiß­ler an der HfMDK (Hessens Hochschule für Musik, Theater und Tanz) Kir­chen­mu­sik. Zu sei­nen Leh­re­rIn­nen ge­hö­ren u. a. Lu­kas Eu­ler (Or­gel­li­te­ra­tur­spiel), Chris­tia­ne Mi­chel-Os­ter­tun (Or­gel­im­pro­vi­sa­ti­on) und Pe­ter Scholl (Chor­lei­tung). In Got­tes­diens­ten, Kon­zer­ten und als Kam­mer­mu­sik­part­ner ist er re­gel­mä­ßig zu hö­ren und singt in ver­schie­de­nen En­sem­bles, wie dem Vo­cal­ensem­ble Darm­stadt. Un­ter­richt und Meis­ter­kur­se u. a. bei Mar­tin Schme­ding, Anna-Vic­to­ria Bal­t­rusch, Frank Stanzl, Ste­fan Göt­tel­mann und Franz Jo­sef Stoi­ber er­gän­zen sei­ne Aus­bil­dung. Wett­be­werbs­er­fah­run­gen konn­te er u. a. bei der Nort­hern Ire­land In­ter­na­tio­nal Or­gan Com­pe­ti­ti­on sam­meln. Im Al­ter von 18 Jah­ren grün­de­te er die Kon­zert­rei­he „Gries­hei­mer Or­gel­sonn­tag“ für jun­ge Or­ga­nis­tin­nen und Or­ga­nis­ten und kon­zer­tiert re­gel­mä­ßig mit der Ba­rock­vio­li­nis­tin Ma­rei­ke Beck­mann und der So­pra­nis­tin Mi­chae­la Kö­gel.

 

Dr. Mareike Beckmann legte nach ihrem Diplom im Jahr 2007 ihren Schwerpunkt auf die historische Aufführungspraxis. 2009 hat sie ihr Konzertexamen „im solistischen Zweig“ absolviert. Seit 2018 ist sie Dozentin an der HfMDK Frankfurt und unterrichtet in der angewandten Interpretationswissenschaft die Geschichte, Literatur und Stilistik der Streichinstrumente. Sie erhielt ihren ersten Geigenunterricht im Alter von 7 Jahren. Mit 10 Jahren erhielt sie eine Frühförderung an Dr. Hoch's Konservatorium in Frankfurt am Main. Nach dem Studium der Schulmusik studierte sie in Frankfurt an der HfMDK und in Würzburg an der Musikhochschule Violine und Barockvioline. Nach ihrem Diplom machte sie ein Aufbaustudium im Fach Barockvioline und absolvierte ihr Konzertexamen. Zudem studierte sie „Alte Musik“ an Dr. Hoch's Konservatorium. Seit 2009 beschäftigt sich Dr. Mareike Beckmann mit der Aufführungspraxis der Romantik und verfasste ihre Doktorarbeit über die Aufführungspraxis der Spätromantik am Beispiel des Geigers August Wilhelmj. Seit 2010 hält sie regelmäßig Einführungsvorträge im Hessischen Rundfunk und in der Alten Oper Frankfurt. 2001–2014 war sie redaktionelle Mitarbeiterin bei hr2-Kultur und sie ist bis heute als freie Mitarbeiterin beim Hessischen Rundfunk beschäftigt.

 

Bild: Dr. Mareike Beckmann (Violine) und Lau­rin Zeiß­ler (Orgel) begeisterten mit ihrem Konzert in der Pfarrkirche Assmannshausen.

Foto: Pressefoto © ASSverlag


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Freundschaft über Grenzen hinweg

Freundeskreis Juliénas zu Besuch in Frankreich


Mit 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmern reiste der Partnerschaftsverein Assmannshausen vom Freitag, 19. Juni, bis Montag, 22. Juni, in die französische Partnergemeinde Juliénas im Beaujolais.

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Freundeskreis Juliénas zu Besuch in Frankreich


Mit 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmern reiste der Partnerschaftsverein Assmannshausen vom Freitag, 19. Juni, bis Montag, 22. Juni, in die französische Partnergemeinde Juliénas im Beaujolais. Die Reise stand ganz im Zeichen der seit mittlerweile 59 Jahren bestehenden Städtepartnerschaft, die 2028 ihr 60-jähriges Jubiläum feiern wird.

 

Die Gruppe startete am Freitagmorgen um 7 Uhr am Platz von Juliénas in Assmannshausen. Nach der herzlichen Begrüßung durch die französischen Gastgeber verbrachten die Gäste das Wochenende überwiegend in ihren Gastfamilien. Dadurch boten sich zahlreiche Gelegenheiten für persönliche Begegnungen und den Austausch über Ländergrenzen hinweg. Ein Höhepunkt des Programms war der Ausflug nach Mâcon am Samstagvormittag. Am Abend erlebte die Delegation die stimmungsvolle Fête de la Musique in Juliénas, bei der Musik und Lebensfreude die Straßen des Weinortes erfüllten.

 

Den festlichen Abschluss bildete das offizielle Abendessen am Sonntag, gemeinsam mit dem Bürgermeister von Juliénas. Im Mittelpunkt standen die langjährige Verbundenheit der beiden Gemeinden sowie der Ausblick auf das bevorstehende 60-jährige Partnerschaftsjubiläum im Jahr 2027 und 2028, das 2028 in Assmannshausen gefeiert werden soll. Eine besondere Bereicherung der Reise war die Begleitung durch die Rotweinprinzessin Marie Sommer, die die Delegation begleitete und mit ihrer Anwesenheit die enge Verbindung der beiden traditionsreichen Weinregionen unterstrich.

 

Auch in diesem Jahr wurde deutlich, dass die Partnerschaft zwischen Assmannshausen und Juliénas weit mehr ist als ein offizieller Austausch. Sie lebt von den vielen persönlichen Freundschaften, die über Generationen hinweg entstanden sind und mit jedem Besuch weiter wachsen. Die Teilnehmer kehrten mit zahlreichen schönen Erinnerungen und der Vorfreude auf das Wiedersehen im Jubiläumsjahr 2028 nach Hause zurück.

 

Bilder: 1) Spätburgunder-Reben aus Assmannshausen jetzt auch in Juliénas. Ein Gastgeschenk beim gemeinsamen Abendessen am Sonntag. Die Gastgeber erwiderten mit einer Magnumflasche guten Rotweins. Von links: Odile Baudry, Christine Decerle (Vorstand Comité de Jumelage Juliénas), Michael Eulberg (Schriftführer Freundeskreis Juliénas-Assmannshausen e.V.), Marie Sommer (Rotweinprinzessin Assmannshausen), Henry Hemet (Bürgermeister Juliénas), Sophie Werner (Vorstandsmitglied Freundeskreis Juliénas-Assmannshausen). 2)Ein Gruppenbild zum Abschied. Die Vertretung aus Assmannshausen mit den Gastgebern. 


Artikel vom 01-07-2025
Fotos: Freundeskreis Juliénas



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„Zukunft Dorfmitte 2026 – gemeinsam gestalten“

Ortsbeirat schlägt eine Förderung zur Spielplatzsanierung vor


„Zukunft Dorfmitte 2026 – gemeinsam gestalten“, so heißt der vom Rheingau-Taunus-Kreis im März ausgeschriebene Wettbewerb, der Projekte unterstützt, die auf Dauer angelegt s...

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Ortsbeirat schlägt eine Förderung zur Spielplatzsanierung vor


„Zukunft Dorfmitte 2026 – gemeinsam gestalten“, so heißt der vom Rheingau-Taunus-Kreis im März ausgeschriebene Wettbewerb, der Projekte unterstützt, die auf Dauer angelegt sind und einen langfristigen Nutzen haben. Noch bis zum 9. August besteht die Gelegenheit, Anträge beim Landkreis einzureichen, die Ideen zur Entwicklung des Ortes aufzeigen. Orte, wie zum Beispiel Treffpunkte für alle Generationen, sie stärken die Ortsmitten und fördern die Gemeinschaft. Sie sollen das Ziel sein. Mit dieser freiwilligen Leistung des Kreises wird ein herausragendes ehrenamtliches Engagement für die Zukunft der Orte unterstützt. Es wird darauf hingewiesen, dass die Förderung von beweglichen Gegenständen wie zum Beispiel Bierzeltgarnituren, Partyzelten oder transportablen Grills ausgeschlossen ist. Eine Förderung können Projekte erhalten, deren Nutzung längerfristig angedacht ist, beziehungsweise auf Dauer angelegt werden. Und mit einer beantragten Förderung ist keine Vollfinanzierung eines Projektes möglich. Der Ortsbeirat Assmannshausen schlägt vor, dass zusätzlich zu den beantragten Haushaltsmitteln der Wettbewerb für eine Sanierung des Spielplatzes in der Lorcher Straße genutzt werden sollte. Der Stadtrat Wolfgang Weinem erklärte im Verlauf der Diskussion, dass zur Teilnahme am Wettbewerb eine Eigenleistung in Stunden von mindestens fünf ehrenamtlichen Personen erforderlich ist.

 

Die von der Stadt erstellte Nebenkostenabrechnung ist bei den ständigen Nutzern des „Haus der Vereine“ auf Unverständnis gestoßen. Die nachzuzahlenden Beträge wurden nicht für in Ordnung befunden. Nun sollen die geforderten Nebenkosten rückwirkend bis 2024 neu berechnet werden. Das städtische Baumat wird eine entsprechende Rückrechnung vornehmen. Ab 2027, so der Ortsbeirat, soll sich die Verwaltung an der Betriebskostenvereinbarung orientieren.

 

Noch in diesem Jahr, so der Beirat der Stadtwerke und die Gesellschafterversammlung, soll die Niederwaldstraße zwischen Bohrenweg und der Alten Bauernschänke aufgrund der Verlegung einer neuen Wasserleitung saniert werden.

 

Immer wieder Thema ist der Wildwuchs in der Gemeinde. Ortsvorsteher Torsten Schambach geht sogar so weit, indem er betont, dass man den Grünstreifen an der Rheinstraße kaputtgepflegt habe und nur noch Wildwuchs herrsche. Er bittet den Bauhof um regelmäßige Kontrolle. Ebenfalls zu beseitigen sind die auf Privatgrundstücken stehenden überhängenden Hecken auf Gehwegen. Es ist Aufgabe der Grundstückseigentümer, diese zu beseitigen.


Bild: Der Ortsbeirat schlägt die Beantragung von Mitteln aus dem Förderprogramm „Zukunft Dorfmitte 2026 – gemeinsam gestalten“ für den Kinderspielplatz Lorcher Straße vor.


Foto: Pressefoto ASSverlag
Artikel vom 12-06-2026


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Fronleichnam mit Pfarrfest im Pfarrgarten

Auf verregneten Start folgte Frühschoppen am Sonntag


Die Wettervorhersagen ließen nichts Gutes erahnen, jedoch waren alle Vorbereitungen für das Pfarrfest im Pfarrgarten getroffen, und so wurde die traditionelle Veranstaltung am Fronleichnamstag vom Ortsausschus...

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Auf verregneten Start folgte Frühschoppen am Sonntag


Die Wettervorhersagen ließen nichts Gutes erahnen, jedoch waren alle Vorbereitungen für das Pfarrfest im Pfarrgarten getroffen, und so wurde die traditionelle Veranstaltung am Fronleichnamstag vom Ortsausschuss des Kirchortes Hl. Kreuz / Hl. Nikolaus nicht abgesagt. Das Fest zog sich bis zum stark eintretenden Regenschauer bis zum Nachmittag hin.

 

Der Vorsitzende des Ortsausschusses, Friedrich Bauer, begrüßte zu Beginn die Besucher und wies auf die guten Vorbereitungen hin. So konnte man Leckeres vom Grill und ein großes Kuchenbuffet anbieten. Bauer dankte den Winzern für ihre Weinspenden und den fleißigen Kuchenbäckern, die vom Rotweinkuchen, und bunten Muffins bis zu leckeren Torten vor Festbeginn brachten. Wein, Bier und alkoholfreie Getränke und ein Kaffee kommen hinzu.

 

Friedrich Bauer informierte weiterhin zur anstehenden Sanierung des Kirchturms, der bereits einige Monate in seinem oberen Teil mit Netzen umspannt ist. Sie dienen dazu, dass kein loses Gestein auf die Straße herabfällt. Es wird nicht mehr lange dauern, bis der Turm eingerüstet wird und die Arbeiten beginnen. Als Erstes steht die Innensanierung des Dachstuhls und des Turmaufstiegs an. Dazu wird ein Stück des Dachs vom Kirchenschiff für den Abtransport von Abbruchmaterial geöffnet. Danach beginnen die Außenarbeiten, für die der Turm komplett eingerüstet wird.

 

Seit 2021 folgt eine Maßnahme der anderen. 2021 war das Jahr der Erneuerung des Kirchenraumes und der Orgel. Fünf Jahre zuvor begannen die Planungen, Besichtigungen, Besprechungen, Gutachten usw. Der Schimmel musste beseitigt werden. Seit Jahren konnte die Heilig-Kreuz-Kirche nur mit Hilfe von Schimmelfiltern offen gehalten werden. Die historische Schlimbach-Orgel wurde für die Restaurierung ausgebaut. „Die gesamte Finanzierung wurde dank zahlreicher Spenden gesichert“, so Pfarrer Marcus Fischer. Das besondere Instrument durfte erst wieder in die entrußte und schimmelfreie Kirche eingebaut werden. Waren Schimmel und Ruß entfernt, konnten die Fenster im Altarraum gesichert, die Heizung saniert, und auch der Innenraum gestrichen werden. 

 

Doch zurück zum Pfarrfest: Gut vorbereitet, fand es einen Anschluss am darauffolgenden Sonntag. Nach dem Gottesdienst in der Pfarrkirche war zum Frühschoppen eingeladen.

Bilder: Pressefotos © ASS Verlag

Artikel vom 06-06-2026


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Seilbahn Rüdesheim, wandern und Schifffahrt

Seilbahnausfall und ein Ersatz für das bekannte Ringticket


Die im Jahre 1953 von der Firma Herbert Weigmann aus Oberstdorf erbaute Niederwaldseilbahn hat im Laufe ihrer Jahre tausende von Menschen zum Jagdschloss Niederwald und zurück befördert.

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Seilbahnausfall und ein Ersatz für das bekannte Ringticket


Die im Jahre 1953 von der Firma Herbert Weigmann aus Oberstdorf erbaute Niederwaldseilbahn hat im Laufe ihrer Jahre tausende von Menschen zum Jagdschloss Niederwald und zurück befördert. Für die Gäste und Tagesbesucher in der Rotweingemeinde ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergessen wird. Nun hat die Bahn mit dem Ausfall des wichtigen Steuerungssystems ihren Geist aufgegeben. Man war dazu gezwungen, den Betrieb bis auf Weiteres einzustellen. Das können drei bis vier Monate sein, aber auch für einen längeren Zeitraum. Denn aufgrund des Alters sowie der historisch bedingten Gegebenheiten ist eine Instandsetzung der bereits ausgebauten Steuerung nicht mehr möglich.

 

Nach sorgfältiger Abwägung hat die Geschäftsleitung der Seilbahn zum Niederwald entschieden, den unvermeidlichen Stillstand als Chance zu nutzen. Statt die Arbeiten ausschließlich auf die unmittelbar notwendige Reparatur zu begrenzen, will man die Zeit dazu aufwenden, die Bahn umfassend und nachhaltig für die Zukunft aufzustellen. Dazu gehören neben den zwingend erforderlichen Maßnahmen auch Arbeiten und kleinere Projekte, die in den kommenden Jahren ohnehin angestanden hätten, bislang aber noch keine Priorität hatten, da die Sicherheit hiervon noch nicht betroffen war. „Unser Ziel ist es, die anstehenden Maßnahmen jetzt gebündelt, sorgfältig und mit Blick auf die kommenden Jahrzehnte umzusetzen. Dadurch können spätere zusätzliche Stillstandszeiten reduziert und die technische Zuverlässigkeit der Bahn langfristig gesichert werden“, so die Geschäftsleitung in einem mittlerweile bekannten Rundschreiben.

 

Dass der Ausfall der Seilbahn auch auf dem touristischen Sektor spürbar ist, verdeutlicht die Zusammenarbeit mit der Seilbahn Rüdesheim und der Rheinschifffahrt. Das beliebte Ringticket kann nicht mehr angeboten werden. Man hat sich auf die Suche nach einem Ersatz begeben. Wie die Vorsitzende des Vereins Wirtschafts- und Tourismusförderung Rüdesheim und Assmannshausen am Rhein e.V., Astrid Climenti, gegenüber unserer Zeitung betonte, soll zunächst ein Flyer geschaffen werden, der folgendes Ersatzangebot für das Ringticket aufzeigt: Mit der Seilbahn von Rüdesheim (Oberstraße) hinauf zum Niederwalddenkmal, dann Wanderung von dort zum Jagdschloss Niederwald. Von dort aus bieten sich zwei Wanderwege an: links entlang des Wildparks, geradeaus durch den Wald bis an den Kräuterweg und die Weinbergslage Frankental. Ab der Bergstation rechts dem Rheinsteig folgen. Von Assmannshausen Rückfahrt mit dem Schiff nach Rüdesheim. Die Wanderung dauert etwa eine Stunde. Eile sei aber nicht geboten, so Astrid Climenti. Auch die örtliche Gastronomie lädt zum Verweilen ein.

 

Seit mehr als 50 Jahren vereint der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte e.V. (VDS), mit Sitz in Germering bei München, als nationaler Branchenverband 122 deutsche Seilbahnunternehmen. Dazu zählt auch die Niederwald-Seilbahn, die das 1. Treffen der Gruppe „Historische Seilbahnen“ Anfang des Jahres in Assmannshausen, ausrichtete und alle anwesenden Mitarbeiter der Seilbahnen zu einer Rundtour einlud.

 

Bilder: Mit einem Kran wurden alte Teile der Seilbahntechnik zum Abtransport herausgehoben. 
Alte Teile werden entsorgt und durch neue Technik ersetzt.


Bilder: Pressefotos © ASS Verlag

Artikel vom 10-06-2026


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Assmannshausen hat ein Müllproblem

Lange Mängelliste nach Rundgang durch die Straßen

Die Rotweingemeinde Assmannshausen hat einiges an Schönheit vorzuweisen, der Nachteil aber ist: Der Ort hat aber auch ein Müllproblem und daran muss gearbeitet werden.

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Lange Mängelliste nach Rundgang durch die Straßen

Die Rotweingemeinde Assmannshausen hat einiges an Schönheit vorzuweisen, der Nachteil aber ist: Der Ort hat aber auch ein Müllproblem und daran muss gearbeitet werden. Über 50 Personen trafen sich im Zuge des Ehrentages im Haus der Vereine, um die Interessengemeinschaft Assmannshausen wieder aufleben zu lassen. Ziel ist es, die Gemeinde gemeinsam zu verschönern, zu erhalten und so zu gestalten, dass sie für alle liebens- und lebenswert bleibt. Sie teilten sich in Gruppen auf, und notierten ihre Auffälligkeiten, um diese anschließend im Haus der Vereine vorzutragen. Notiert von den Moderatoren Carolin Geilich und Torsten Schambach (Ortsvorsteher), um diese anzugehen, zu verbessern oder gar zu fordern. 
Einig waren sich alle: In unserem Ort muss sich etwas ändern. Dies bedeute nicht, die Politik dabei auszuschließen. Es sollen Ideen entwickelt werden, die an sie herangetragen werden, ganz im Sinne von Bürgermeister Dirk Stuckert: „Zusammenkommen, Spaß am Leben haben, Diskutieren rund um unsere Stadt“. Es werden nun in der Gemeinde Gruppen gebildet, die sich ehrenamtlich der einzelnen Themen annehmen. Das könnten Rentner sein, die sich regelmäßig zusammenfinden und danach kleine Dinge selbst in die Hand nehmen und abarbeiten. Und Gruppen, die Vorschläge zu positiven Veränderungen erarbeiten, weitergeben oder selbst ausführen. Es sollen Fördermöglichkeiten gefunden werden. Auch für eine barrierefreie Unterkunft eines Seniorenclubs, er bestand vor einigen Jahren und hatte seine Bleibe in der alten Tagesstätte im ehemaligen Rathaus.

 

Die Mängelliste war lang. Auf ihr standen der Bolzplatz in der Höllenbergstraße und der Spielplatz in der Lorcher Straße, die dringender Ausbesserungen bedürfen oder auch des Austauschs von Spielgeräten. Ein Pflanzkübel in der Niederwaldstraße, das Anbieten eines Bücherschrankes in der Gemeinde, die dringend notwendige Friedhofsgestaltung sowie die Parksituationen sind ebenfalls angesprochen worden. Zur ansprechenden Ortsgestaltung könnten auch ganze Hausfassaden oder die Stromkästen gestaltet werden und einen Beitrag zur Ortsverschönerung leisten. Auch platzierte Skulpturen, die mit der Ortsgeschichte verbunden sind. Reparaturarbeiten in der Rotweinlaube stehen an, die kleine Bahnunterführung im Augustinsweg müsse in den Abendstunden ausgeleuchtet sein. Vieles mehr ist notiwer worden.

 

Assmannshausens Müllproblem zeigt sich mit dem achtlos entsorgten Unrat, der einfach neben überfüllten Müllbehältern abgestellt wird. Unangemeldeter Sperrmüll, der tage- oder wochenlang in den Straßen steht. Kein schöner Anblick für die Menschen im Ort, aber auch für die Touristen, die mit Schiffen ankommen und sich auf ihre Wanderung begeben. Auch wird auf die Beseitigung von Unkraut in den Straßen hingewiesen. Kehren ist Pflicht eines jeden Hauseigentümers. Kann er sich nicht selbst darum kümmern, sollte er diese Arbeit vergeben. Zwei Teilzeitjobs sind für die Säuberung von Plätzen, zum Beispiel rund um das Kriegerehrenmal, wo die Bänke der Überarbeitung bedürfen und der Wandbrunnen wieder aktiviert werden soll, für Unterführungen, und für den Fußgängerweg zu den Schiffen entlang der Rheinfront zu besetzen. Die Beteiligung an der bundesweiten Aktion RhineCleanUp steht ebenfalls auf der Liste. Diese groß angelegte Umweltaktion bringt jährlich tausende freiwillige Helferinnen und Helfer zusammen, die gemeinsam das Rheinufer von Müll befreien und somit einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Natur leisten. Ob Familien, Institutionen, Vereine, Schulklassen, Nachbarschaften, Firmen oder Einzelpersonen – alle können sich an der Aktion beteiligen und tatkräftig mithelfen. CleanUp aber auch in den Gassen, in denen Zigarettenkippen achtlos hingeworfen werden. Es ist besonders schwer nachvollziehbar, warum Menschen ihre Zigarettenkippen oder anderen Müll einfach fallenlassen, obwohl der nächste Abfalleimer nur wenige Schritte entfernt ist. Kombinationssysteme aus Abfallbehälter und Aschenbecher sind ein universelles Mittel zum Auffangen von Zigarettenstummeln und Pausenabfällen aller Art.   


Der Austausch im Haus der Vereine und das sich anschließende gesellige Beisammensein bei Getränken und Grüner Soße mit Eiern und Pellkartoffeln sind auf fruchtbaren Boden gefallen. Wer gerne mitmachen möchte, kann sich melden unter E-Mail: unser-assmannshausen@web.de oder per Telefon 0151-2910 8944 bzw. 0171-525 9983.

Bilder: Über 50 Bürgerinnen und Bürger kamen im Vereinshaus zur Auflebung der Interessengemeinschaft Assmannshausen zusammen. Das Treffen war auf fruchtbaren Boden gefallen. Moderatoren der Veranstaltungen waren Carolin Geilich und Ortsvorsteher Torsten Schambach.

Artikel vom 01-06-2026
Bilder: Pressefotos © ASS Verlag



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1087 kamen Reliquien des Hl. Nikolaus nach Bari

Prozession erinnert an diesen Tag / Segnung der neuen Nikolausfigur


Die Gebeine des Heiligen Nikolaus sind bis heute rätselhaft verteilt.

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Prozession erinnert an diesen Tag / Segnung der neuen Nikolausfigur


Die Gebeine des Heiligen Nikolaus sind bis heute rätselhaft verteilt. Historische Überlieferungen führen nach Demre in der Türkei und nach Bari in Italien, doch Reliquien des Heiligen werden weltweit verehrt. So auch in Assmannshausen. Er ist unter anderem auch Schutzpatron der Binnenschiffer. Zwei Nikolauskapellen stehen entlang des Rheins: eine am Binger Riff, eine weitere in der Rheinuferstraße der Gemeinde. Gepflegt werden sie vom St. Nikolaus Schifferverein. Eine Nikolausreliquie befindet sich in der Pfarrkirche. Zur Kapelle am Binger Riff findet alljährlich seit über siebzig Jahren eine Schiffsprozession zu Ehren des Schutzpatrons statt. Das Nikolauskapellchen gegenüber dem Mäuseturm stammt aus dem Jahre 1903.

 

Nikolaus von Myra wurde vermutlich um 270 n. Chr. in Patara in Lykien geboren, einer Region an der heutigen türkischen Südküste. Er wirkte später als Bischof von Myra, dem heutigen Demre in der Provinz Antalya. Sein Tod wird auf einen 6. Dezember zwischen 343 und 351 n. Chr. datiert. Nikolaus galt schon zu Lebzeiten als barmherzig. Er soll sein Vermögen an Bedürftige verschenkt, Schuldner freigekauft und vor allem Kindern geholfen haben.

 

Die wohl bedeutendste Überlieferung führt nach Bari. Im Jahr 1087 brachten Seefahrer aus der adriatischen Hafenstadt große Teile der angeblichen Gebeine des Nikolaus aus Myra nach Süditalien. Die Überreste wurden in der eigens errichteten Basilika di San Nicola beigesetzt, die bis heute das wichtigste Wallfahrtszentrum des Nikolauskults in Westeuropa ist. Die Basilika wird sowohl von römisch-katholischen als auch von orthodoxen Christen verehrt. Jährlich im Mai erinnert ein großes Hafenfest an die Überführung der Reliquien. Am 9. Mai wird ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der orthodoxen Kirche gefeiert – die Überführung der heiligen Reliquien des Heiligen Nikolaus von Myra. Am 9. Mai 1087 wurden die Reliquien feierlich in die Kirche in Bari übertragen, wo sie Gegenstand zahlreicher Wunder und Heilungen wurden. Daran erinnert die Prozession am 9. Mai zur Kapelle am Binger Riff. Pfarrer Michael Pauly, der auch Präses des St. Nikolaus Schiffervereins ist, und Pfarrer Marcus Fischer begleiteten die Prozessionsteilnehmer, die im Gebet und im Lied um Schutz bitten: „St. Nikolaus, der Schiffer Hort, dich fleh` ich an in meiner Not, sei Helfer mir und Steuermann hier auf des Lebens Ozean.“

 

Anschließend fand in der Kirche Hl. Kreuz/Hl. Nikolaus Assmannshausen die Segnung einer neuen Nikolausfigur statt, die fortan zum Schmuck des Kirchenschiffes beiträgt. In gemütlicher Runde fand der Tag im Pfarrgarten seinen Abschluss. Der Dank des Schiffervereins galt den Spendern, die zur Anschaffung der Figur beigetragen haben.

 

Bilder: 1) Segnung der neuen Nikolausfigur in der Kirche Hl. Kreuz/Hl. Nikolaus Asssmannshausen. 2) Die neue Figur wurde in der Holzschmitzerei Paul & Robert Eder in Oberammergau angefertigt.

Artikel vom 15-05-2026
Fotos: Pressefoto © ASSverlag


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Internationales Steillagen-Netzwerk traf sich

Steillagenweinbau prägt seit Jahrhunderten die Kulturlandschaften

Steillagenweinbau ist Alpinismus - Jede erhaltene Rebe ist ein Statement für unsere Kulturlandschaft. Vom 4. bis 6.

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Steillagenweinbau prägt seit Jahrhunderten die Kulturlandschaften

Steillagenweinbau ist Alpinismus - Jede erhaltene Rebe ist ein Statement für unsere Kulturlandschaft. Vom 4. bis 6. Mai 2026 traf sich das Steillagen-Netzwerk im Welterbe Oberes Mittelrheintal, um gemeinsam über die Zukunft der vom Steillagenweinbau geprägten Kulturlandschaften zu diskutieren. Unter dem Titel „Landschaft im Wandel: Werte erhalten – gestalten – verwalten?“ kamen Akteure aus Weinbau, Tourismus, Regionalentwicklung, Naturschutz und Landschaftspflege aus verschiedenen Weinbauregionen zusammen

 

Der Steillagenweinbau prägt seit Jahrhunderten die Kulturlandschaften entlang von Mosel, Mittelrhein und weiteren Weinregionen in Deutschland und Österreich. Doch die Herausforderungen wachsen: Strukturwandel, wirtschaftlicher Druck und zunehmende Flächenaufgaben stellen insbesondere die Steillagen vor große Herausforderungen. Genau hier setzte die interdisziplinäre Tagung im Hilchenhaus in Lorch an. Im Mittelpunkt stand die Frage, welchen ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Wert unsere Kulturlandschaften besitzen und wie diese langfristig erhalten und weiterentwickelt werden können.

 

Ein vielfältiges Vortragsprogramm zeigte innovative Ansätze und Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Regionen auf. Besonders eindrucksvoll war der Vortrag von Dr. Raimund Rodewald, ehemaliger Geschäftsführer der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, zur ästhetischen Gestaltung von Landschaften. Weitere Beiträge beschäftigten sich unter anderem mit Brachenmanagement, Biodiversität, Beweidungskonzepten in Steillagen oder neuen Perspektiven für Weinbaukulturlandschaften in Deutschland, Luxemburg und Österreich. Abgerundet wurde die Tagung durch eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Was ist die Steillage wert?“ mit Perspektiven aus Kultur, Landschaft, Wirtschaft, Ökologie und Gesellschaft. Neben den Fachvorträgen standen auch Exkursionen auf dem Programm. Bereits zum Auftakt wurden innovative Ansätze wie ein Viti-Forst-Projekt in Lorchhausen sowie Maßnahmen zur Querterrassierung im Steillagenweinbau des Weinguts Laquai in Lorch vorgestellt, die Biodiversität, Landschaftspflege und Weinbau miteinander verbinden.

 

Ein weiterer Höhepunkt war die Exkursion nach Bacharach mit einer Betriebsbesichtigung im Weingut Dr. Kauer sowie Informationen zur geplanten Bundesgartenschau 2029 und den Entwicklungsperspektiven des Welterbes Oberes Mittelrheintal. Zum Abschluss führte die Exkursion an die Lahn in die LEADER-Region Lahn-Taunus. In den kleinen Weinorten Obernhof und Weinähr wurde eindrucksvoll gezeigt, wie ein umfassendes Flurbereinigungsverfahren dazu beiträgt, Weinbau, Naturschutz, Landschaftsentwicklung, Tourismus und Dorfentwicklung gemeinsam weiterzuentwickeln und so die Kulturlandschaft nachhaltig für die Zukunft aufzustellen.

 

Das Treffen bot zahlreiche wertvolle Impulse, intensive Gespräche und einen starken fachlichen Austausch zwischen den Regionen. Deutlich wurde: Die Zukunft der Steillagen kann nur gemeinsam gestaltet werden – durch Vernetzung, innovative Ideen und das Zusammendenken von Weinbau, Kulturlandschaft und Regionalentwicklung. Die Vorfreude auf das nächste Treffen ist bereits groß: Im Mai 2027 wird das Steillagen-Netzwerk in Luxemburg zu Gast sein.

 

Artikel vom 15-05-2026
Nico Melchior

Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal
Lokale Aktionsgruppe Welterbe Oberes Mittelrheintal


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Torsten Schambach bleibt Ortsvorsteher

Mittel für Spielplatz und Bolzplatz für Haushalt 2027 angemeldet


Im Ortseirat Assmannshausen bleibt der bisherige Ortsvorsteher Torsten Schambach (GfR) für eine weitere Wahlperiode im Amt.

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Mittel für Spielplatz und Bolzplatz für Haushalt 2027 angemeldet


Im Ortseirat Assmannshausen bleibt der bisherige Ortsvorsteher Torsten Schambach (GfR) für eine weitere Wahlperiode im Amt. Er gewann die geheime Abstimmung gegen Günter Dries (SPD) mit 5 zu 2 Stimmen. Ebenfalls in geheimer Abstimmung wurde Jochen Petry (CDU) als erster Stellvertreter und Nicole Petry (CDU) als zweite Stellvertreterin des Ortsvorstehers gewählt, jeweils mit 5 zu 2 Stimmen. Zukünftig übernimmt Julian Hörnis von der Stadtverwaltung die Schriftführung bei Ortsbeiratssitzungen, als Vertreter des Schriftführers wurden Stadtrat Wolfgang Weinem und der Hauptamtsleiter, Oliver Mathias, gewählt. Kontaktstadträte für den Ortsbeirat sind Wolfgang Weinem und Bianka Rössler. Wie Ortsvorsteher Schambach betonte, habe man für den städtischen Haushalt 2027 erneut Mittel für den Spielplatz Lorcher Straße und den Bolzplatz Höllenbergstraße angemeldet. Beide Plätze befinden sich nicht  in gutem Zustand, worauf man bereits mehrfach bei der Stadt hingewiesen habe. Ebenso sollen Mittel für die Bewässerung des Grünstreifens entlang der B 42 bereitsgestellt werden, was für das künftige Buga-Gelände von Bedeutung ist. Wunsch des Ortsbeirats sind auch die Bereitstellung von Mitteln für neue Mülleimer und Bänke.

 

Bild. Der Ortsbeirat Assmannshausen mit Samanta Rössler, Günter Dries, Asli Karagöz, Jochen Petry, Ortsvorsteher Torsten Schambach, Nicole Petry und Carolin Geilich (von rechts). Links: Stadtrat Wolfgang Weinem. (Foto: Ortsbeirat)


Artikel vom 11-05-2026


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LEADER im Welterbe Oberes Mittelrheintal

Zehn Projekte im Mittelrheintal für eine Förderung ausgewählt

Die LAG Welterbe Oberes Mittelrheintal hat zehn Projekte für eine Förderung ausgewählt und damit etwa 350.

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Zehn Projekte im Mittelrheintal für eine Förderung ausgewählt

Die LAG Welterbe Oberes Mittelrheintal hat zehn Projekte für eine Förderung ausgewählt und damit etwa 350.000 € Fördermittel von EU und Land für die Region freigemacht: Stadt Bacharach, Verbandsgemeinde Rhein-Nahe und Stadt Bingen planen digitale Angebote für ihre Gäste und können jeweils mit 75% Premium-Förderung rechnen. Der virtueller Gästeführer „Victor“ in Bacharach erhält bis zu 42.451,50 € Förderung, die Realisierung eines digitalen Rheinbogens zwischen Spay, Brey und Rhens bekommt bis zu 68.250,00 € Förderung und der Erlebnis- und Besucherlenkungsrundgang in Bingen 24.165,00 € an Förderung. Ebenfalls für eine Premium-Förderung im privaten Bereich qualifizierte sich das Vorhaben „Welterbe Lavendel“ des Ferienhofs Hardthöhe. Bei 40% Förderung erhält das Vorhaben bis zu 61.953,00 €.

 

Für die touristische Weiterentwicklung der Region konnte die Loreleyblick Maria Ruh GbR die LAG mit dem Vorhaben Winterwelt MariaAlm überzeugen (Förderung: 24.588,24 €) sowie das Weingut Lanius-Knab mit der Erweiterung des Gutausschanks (Förderung: 35.659,82 €). Beide erhalten eine Standard-Förderung von 40%. Auf der Marksburg wird die Deutsche Burgenvereinigung e.V. mit der Neukonzeption des Museumsbereichs mit 50% und 37.500 € unterstützt.

 

Hinzu kommen drei überregionale Vorhaben, die sich über eine Förderung freuen können: Die Romantische Rhein Tourismus GmbH wird für die Profilierung und Stärkung der Wander- und Radregion Mittelrhein 59.812,50 € aus der Welterbe-LAG erhalten. Das Vorhaben wird gemeinsam mit den LEADER-Regionen Rhein-Ahr und Rheingau realisiert und erhält einen Fördersatz von 75%. Die BUGA2029 gGmbH wird mit dem Fotoprojekt „Zukunftsbilder“ in Kooperation mit Schulen junge Perspektiven auf das Mittelrheintal einfangen und dafür 15.187,50 € an Förderung (75%) erhalten. Auch hier ist die LAG Rheingau mit Lorch und Rüdesheim Projektpartner. Der Regionalrat Wirtschaft wird im Rhein-Hunsrück Kreis die Spielereihe Dorfgefühl auflegen und erhält dafür eine Beteiligung in Höhe von 23.542,99 €. Nicht ausgewählt wurde das Vorhaben „Spiritualität und Heilung“ des KGV Pastoraler Raum Sankt Goar sowie der Demenzgarten der Tagespflege Anders. Beide Vorhaben können nun ihre Steckbriefe überarbeiten oder bei anderen Förderprogrammen einreichen. Die ausgewählten Vorhaben müssen nun bis 30. Juni 2026 einen förmlichen Förderantrag stellen.

 

In der LAG Sitzung wurden auch Förderungen von Projekten des Regionalbudgets und aus dem Ehrenamt beschlossen. Hierzu erfolgt ein gesonderter Bericht. Alle Informationen finden sich unter www.lag-welterbe.de.

Artikel vom 08-05-2026


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Tourismus ist ein entscheidender wirtschaftlicher Motor

WTF ändert die Vereinssatzung, Verschmelzung von drei Vereinen steht bevor

„Wir alle wissen, der Tourismus ist ein entscheidender wirtschaftlicher Motor unserer Stadt und der gesamten Region“, so die erste Vorsitzende der Wirtschafts- und Tourinsmus...

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WTF ändert die Vereinssatzung, Verschmelzung von drei Vereinen steht bevor

„Wir alle wissen, der Tourismus ist ein entscheidender wirtschaftlicher Motor unserer Stadt und der gesamten Region“, so die erste Vorsitzende der Wirtschafts- und Tourinsmusförderung Rüdesheim und Assmannshausen e.V., Astrid Climenti, zu Beginn der Jahreshauptversammlung im Restaurant Am Niederwald.

 

Jahr für Jahr fließen durch ihn erhebliche Einnahmen in die Stadtkasse – durch Gewerbesteuern, durch Einkommensteuern und durch Tourismusbeiträge, so Astrid Climenti. Die Einnahmen würden nicht so einfach verschwinden, sie arbeiteten für alle. Sie fließen zurück in die Infrastruktur und sie ermöglichen ein gezieltes Marketing, Am Ende profitierten alle davon: die Gäste – und die Bürger, die den Ort unsere Heimat nennen. In der Jahreshauptversammlung wolle man den Blick mehr denn je nach vorne richten. Man befinde sich im Umbruch, Strukturen änderten sich und Kräfte würden gebündelt. Ein großes gemeinsames Ziel stehe im Raum: die Bundesgartenschau 2029. Diese BUGA sei weit mehr als eine Ausstellung. „Sie ist eine Chance für Rüdesheim und Assmannshausen, für den gesamten Rheingau und für das Mittelrheintal. Gemeinsam – im Schulterschluss – können wir unsere Region weiterentwickeln, nachhaltig stärken und für kommende Generationen gestalten“, so Climenti.

 

„Doch was wäre unsere Stadt ohne das, was sie lebendig macht?“, fragte die erste Vorsitzende. „Das sind die Feste und Veranstaltungen, sie sind das Herz unserer Gemeinschaft: der Weihnachtsmarkt, der Kindersonntag, die Magic Bike und unsere Weinfeste, die Gude Gass, der Sommerempfang und die Gude Meilen.“ Hier kommen Menschen zusammen, entstehen Begegnungen, und so werde aus einer Stadt eine Gemeinschaft. Und genau das sei es, was Rüdesheim und Assmannshausen ausmacht: nicht nur ein Ort für Besucher – sondern ein Zuhause für Menschen, die zusammenhalten. Das verdanke man auch den vielen engagierten Betrieben, Vereinen und Verbänden, die immer wieder Räume für Begegnung schaffen. Die einladen. Die mitgestalten. Verantwortung übernehmen. Dafür dankte Astrid Climenti allen. „Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam weitergehen – mit Zusammenhalt, mit Vertrauen und mit dem klaren Ziel, unsere Heimat lebenswert und erfolgreich zu erhalten. Für uns, für unsere Gäste und für die kommenden Generationen.“

 

Unterstützung von der WTF fanden im letzten Jahr der Rüdesheimer Kindersonntag, Summer of Riesling, die Rheingauer Schlemmerwochen, Magic Bike Rüdesheim, Rheingauer Motor Classics und der Rüdesheimer Weihnachtsmarkt der Nationen. Weitere Projekte waren die Verschönerung von Stromkästen und des Spritzenhäuschens, des Torbogens an der Stadteinfahrt, Tafeln am Ortseingang, Free WIFI Rüdesheim/Digitale Dorflinde, die Anschaffung von Fahrradständern, die Aktion Nette Toilette und blühendes Rüdesheim & Assmannshausen.

 

Wie Kassierer Eric Ewald vortrug, erhielt der WTF im vergangenen Jahr 450.000 Euro von der Stadt. An Mitgliedsbeiträgen kamen 117.500 Euro in die Kasse. Das sind Einnahmen von insgesamt 567.500 Euro, gegenüber dem Vorjahr 2024, hier verzeichnete man Einnahmen in Höhe von 584.000 Euro. 545.500 Euro stehen auf der Ausgabenseite laut Zuwendungsbescheid (RTKT, Rüd AG, Beiträge, ect.), Marketing, Veranstaltungen, Zuschüsse, Stadtverschönerung und sonstige Projekte. Der Kassenbestand zum 31.12.2025 betrug 271.


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