Nahmobilitätscheck: Fußgängerverkehr verbessern
Mobilitätsfreundliche Ortsteilverbindung zwischen Assmannshausen und Aulhausen
Zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Solarpark Assmannshausen“ hat das zuständige Planungsbüro „Hendel + Partner“ die eingegangenen Stellungnahmen der Träger ...

Mobilitätsfreundliche Ortsteilverbindung zwischen Assmannshausen und Aulhausen
Zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Solarpark Assmannshausen“ hat das zuständige Planungsbüro „Hendel + Partner“ die eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange ausgewertet und hierzu Entscheidungsvorschläge erarbeitet. Hierüber muss die Stadtverordnetenversammlung entscheiden. Zuvor war der Vorschlagsbeschluss auch Gegenstand der Beratung im Ortsbeirat Assmannshausen, der dem Beschlussvorschlag einstimmig zustimmte.
Wie bekannt, plant die Advise2energy GmbH die Errichtung einer Photovoltaik-Freiflächenanlage auf einer derzeit landwirtschaftlich genutzten Fläche im Stadtteil Assmannshausen. Die Anlage soll innerhalb eines rund 3,9 Hektar großen Plangebietes entstehen und einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen und klimafreundlichen Energiegewinnung leisten. Das Vorhaben erfolgt im Rahmen der nationalen und internationalen Klimaschutzziele, die einen umfassenden Ausbau erneuerbarer Energien vorsehen, um bis spätestens 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Mit dem Solarpark unterstützt die Stadt Rüdesheim am Rhein aktiv die Energiewende und trägt zur Umsetzung der energiepolitischen Vorgaben auf Bundes- und Landesebene bei. Neben der Senkung von CO₂-Emissionen soll das Projekt den Anteil regenerativer Energien im regionalen Strommix erhöhen und eine nachhaltige, dezentrale Energieversorgung fördern. Auch die regionale Wertschöpfung und die Versorgungssicherheit mit erneuerbarer Energie werden gestärkt, so die Stadt Rüdesheim am Rhein zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Solarpark Assmannshausen“. Das Plangebiet befindet sich am nordöstlichen Rand des Stadtteils Assmannshausen und liegt vollständig im Außenbereich gemäß § 35 BauGB und ist über angrenzende Wirtschaftswege gut erschlossen. Das Plangebiet, so das zuständige Planungsbüro, „ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen für die Realisierung des Vorhabens geeignet“. Es handelt sich um eine größere, zusammenhängende und verkehrlich erschlossene Fläche außerhalb der Ortslage, die nicht an eine zusammenhängende Wohnbebauung Dritter angrenzt und für das konkrete Vorhaben zur Verfügung steht.
Ortsgerichtsschöffe
Nach der Wahl des ehemaligen Ortsgerichtsschöffen, Helmut Petry, zum Ortsgerichtsvorsteher im Ortsgericht Rüdesheim II (Presberg/Aulhausen/Assmannshausen) war dessen vormalige Stelle als Ortsgerichtsschöffe nachzubesetzen. Hierzu lag der Stadtverwaltung bereits eine Interessensbekundung von Prof. Dr. Frank Will vor. Der Ortsbeirat beschließt per Akklamation, Prof. Dr. Frank Will als Ortsgerichtsschöffe im Ortsgericht II vorzuschlagen.
Nahmobilitätsplan
Im Haushalt 2022 wurde das Projekt Nahmobilitätscheck für die Stadtteile Aulhausen und Assmannshausen aufgenommen. Mit dem Nahmobilitätscheck wurde die Bestandssituation des Fußgängerverkehrs und/oder Radverkehrs analysiert. Nach der Analyse wurde nach einem vom Land Hessen vorgegebenen Verfahren mit Vorschlägen zur Verbesserung des Fußgängerverkehrs, was bei dem Nahmobilitätscheck Aulhausen und Assmannshausen der Schwerpunkt war, entwickelt. Aulhausen und Assmannshausen weisen – trotz der hügeligen Topografie – einen hohen Fußgängerverkehr auf. Und die Hauptachsen sind sehr schmal und weisen geeignete Gehwege auf. Zwischen den beiden Stadtteilen gibt es keine sichere Fußverbindung. Die Ergebnisse des Mobilitätschecks sind in einzelne Teilprojekte aufgeteilt, von denen zunächst ein Projekt nach Zustimmung des Ortsbeirates umgesetzt werden soll. Es ist die Herstellung einer mobilitätsfreundlichen Ortsteilverbindung zwischen Assmannshausen und Aulhausen im Rahmen der Erneuerung der Landesstraße 3034. Hessen Mobil plant derzeit die grundhafte Erneuerung der L 3034 zwischen Höllenbergparkplatz und Ortseingang Aulhausen von Assmannshausen kommend. Ab Ortseingang Aulhausen bis zum Jagdschloss Niederwald ist eine Deckensanierung vorgesehen. Die grundhafte Erneuerung bis zum Ortseingang Aulhausen soll bis Dezember 2028 abgeschlossen werden. Die Deckensanierung auf dem restlichen Abschnitt soll nach der Bundesgartenschau in Angriff genommen werden, da es während der Bundesgartenschau 2029 keine Vollsperrung der L 3034 geben soll. In der Vergangenheit ist über die Anlegung eines Fußgängerweges entlang der Straße diskutiert worden. Hessen Mobil hat gegenüber der Stadt Rüdesheim am Rhein mitgeteilt, dass es nur eine Bestandssanierung innerhalb des Verkehrsbereiches gibt. Ein Gehweg kann mit ausgeschrieben werden, wenn die Stadt Rüdesheim diesen plant und das notwendige Baurecht dafür schafft. Dann werde man ihn bauen, allerdings müsse hierfür die Stadt die Kosten tragen. Dies wird aufgrund des Zeitfensters als unrealistisch angesehen. Denn für die Schaffung eines Baurechtes – sei es über ein Planfeststellungsverfahren, einen Bebauungsplan oder den Entfall der Planfeststellung – würde man auf jeden Fall einen Zeitraum von zwei bis vier Jahren brauchen.
Schnellladeinfrastruktur
Zur Beschlussfassung der Schaffung einer örtlichen Schnellladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge hat die CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung einen Antrag vorgelegt. Die Stadtverwaltung solle beauftragt werden, die Voraussetzungen für eine leistungsfähige öffentliche Schnellladeinfrastruktur (Hyper-Charger mit einer Ladeleistung von mindestens 200 kW, vorzugsweise 300 bis 400 kW) zu schaffen. Ziel ist die Errichtung von zwei Schnellladepunkten in Rüdesheim, in Assmannshausen, in Aulhausen ein Schnellladepunkt und in Presberg ebenfalls ein Schnellladepunkt. Auch soll eine Übersicht über geeignete Förderprogramme auf Landes- und Bundesebene und auf EU-Ebene geprüft werden.
Neue Wasserleitung
Die Niederwaldstraße ist wegen der Erneuerung der Wasserleitung einschließlich neuer Hausanschlüsse für den Durchgangsverkehr gesperrt. Zusätzlich ist ein absolutes Halteverbot eingerichtet. Durch die Vollsperrung kann es vorkommen, dass die Müllabfuhr die Grundstücke nicht direkt anfahren kann. Die mit Hausnummer gekennzeichneten Müllbehälter werden von der bauausführenden Firma zu einem Sammelplatz gebracht. Nach ihrer Leerung werden sie an die Grundstücke zurückgebracht. Bevor die eigentliche Erneuerung der Wasserleitung beginnt, hat die Baufirma Leitungen verlegt, die der Wasserbereitstellung zu den anliegenden Gebäuden und der Wasserversorgung im unteren Ortsbereich dienen. Moniert wurde im Ortsbeirat, dass diese an bestimmten Stellen nicht ausreichend abgedeckt sind und dass sich so Matten und Bretter verschieben, wenn Fahrzeuge sie überfahren. Anwohner würden sich selbst darum kümmern und Matten und Bretter wieder zurechtrichten. Hier müsse schnellstmöglich eine Lösung gefunden werden.
Bild: Wegen der Erneuerung der Wasserleitung einschließlich neuer Hausanschlüsse ist die Niederwaldstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt.
Pressefoto © ASS-verlag
Artikel vom 18-08-2025
Fahrkartenverkauf während der Generalsanierung
Bürger müssen nicht ohne Fahrschein reisen
Im Zusammenhang mit der Generalsanierung der rechten Bahn-Rheinstrecke erreichen die Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V.

Bürger müssen nicht ohne Fahrschein reisen
Im Zusammenhang mit der Generalsanierung der rechten Bahn-Rheinstrecke erreichen die Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V. zahlreiche Hinweise von Fahrgästen, die Schwierigkeiten beim Fahrkartenkauf haben. Besonders ältere Menschen berichten, dass sie vor Problemen stehen, weil an einigen Haltepunkten keine Fahrkartenautomaten mehr vorhanden sind und nicht alle Fahrgäste über die Möglichkeit oder die Kenntnis verfügen, Fahrkarten online über das Internet oder das Smartphone zu erwerben.
Die Bürgerinitiative hat diese Problematik an die Deutsche Bahn herangetragen und um eine bürgerfreundliche Lösung gebeten. Das Problem der Generalsanierung „Rechter Rhein“ hat sehr schnell reagiert und über alternative Möglichkeiten informiert. Nach Angaben der Deutschen Bahn gilt während der baubedingten Sondersituation: Sollte ein Online-Fahrkartenkauf vor Fahrantritt nicht möglich sein, kann die Fahrkarte auch während der Reise beim Kontrollpersonal oder bei der nächsten Kaufmöglichkeit am Umstiegs- oder Zielort erworben werden. Die besonderen Umstände der Generalsanierung werden berücksichtigt. Das Kontrollpersonal sei entsprechend sensibilisiert, sodass Fahrgäste nicht automatisch als „Schwarzfahrer“ behandelt würden.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Fahrkarten in den örtlichen Vertriebsstellen der Verkehrsverbünde zu erwerben. Entlang der rechten Rheinstrecke stehen Verkaufsstellen des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) in Eltville, Geisenheim und Tüdesheim zur Verfügung.
Die Bürgerinitiative begrüßt, dass die Deutsche Bahn die Hinweise aus der Bevölkerung aufgenommen und eine praktikable Lösung für die Übergangszeit geschaffen hat. Wichtig ist, dass insbesondere ältere Menschen und Fahrgäste ohne Smartphone nicht vom öffentlichen Nahverkehr ausgeschlossen werden. Gerade während einer so umfangreichen Baumaßnahme müssen einfache und verständliche Lösungen angeboten werden, erklärt Willi Pusch, Vorsitzender der Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V.
Atikel vom 20-07-2029

Der Mittelrhein braucht einen Zukunftsplan
Eine Investition in die wirtschaftliche Zukunft, Versorgungssicherheit und Krisenfestigkeit
Niedrigwasser, überlastete Bahnstrecken und fehlende Rheinquerungen zeigen: „Der Mittelrhein braucht endlich eine langfristige Infrastrukturstrategie“, sagt der Vorsitzende...

Eine Investition in die wirtschaftliche Zukunft, Versorgungssicherheit und Krisenfestigkeit
Niedrigwasser, überlastete Bahnstrecken und fehlende Rheinquerungen zeigen: „Der Mittelrhein braucht endlich eine langfristige Infrastrukturstrategie“, sagt der Vorsitzende der Bürgerinitiative der Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V., Willi Pusch.
Das historische Niedrigwasser des Rheins führt uns gerade eindrucksvoll vor Augen, wie verletzlich unsere Verkehrsinfrastruktur geworden ist, so Pusch. Am Pegel Kaub entscheidet sich, ob Europas wichtigste Wasserstraße noch durchgehend befahrbar bleibt. Gleichzeitig sei die Bahn im Mittelrheintal seit Jahren an ihrer Kapazitätsgrenze und die Menschen entlang der Strecken würden unter einer immer stärkeren Belastung durch den Güterverkehr leiden. „Wir dürfen diese Probleme nicht länger einzeln betrachten. Der Mittelrhein braucht einen großen Zukunftsplan. Warum sollte man nicht prüfen, ob ein modernes wasserbauliches Bauwerk – beispielsweise eine Staustufe – gleichzeitig mit einer leistungsfähigen Rheinquerung verbunden werden könnte?“ Eine solche Verbindung könnte, abhängig von einer seriösen technischen und ökologischen Prüfung, mehrere Aufgaben miteinander verbinden: eine bessere Planbarkeit für die Schifffahrt, eine zusätzliche Rheinquerung und neue Möglichkeiten für die regionale Verkehrsinfrastruktur.
Damit dürfe eine solche Planung aber nicht enden. Gleichzeitig müsse die bestehende Bahnstrecke grundlegend modernisiert und eine echte Alternativtrasse für den Güterverkehr geplant und gebaut werden. Denn die aktuelle Krise zeigt: „Es ist gefährlich, wenn große Teile des europäischen Güterverkehrs von wenigen Verkehrswegen und einzelnen Engpässen abhängig sind. Fällt der Rhein wegen Niedrigwasser aus, kann die Straße die Gütermengen nicht annähernd übernehmen. Auch die vorhandenen Bahnstrecken können kurzfristig nur einen Teil der zusätzlichen Transporte aufnehmen“, so Willi Pusch. Deshalb brauche man mehr Resilienz statt immer neuer Reparaturen am bestehenden System.
Zukunftsprojekt für das Mittelrhein
Die Bürgerinitiative schlägt vor, langfristig über ein integriertes Mittelrhein-Infrastrukturprojekt nachzudenken:
Schifffahrt: Untersuchung neuer Möglichkeiten, die Befahrbarkeit des Rheins auch bei extremen Wasserständen zuverlässiger zu machen.
Rheinquerung: Prüfung einer zusätzlichen Querungsmöglichkeit, gegebenenfalls verbunden mit einem wasserbaulichen Bauwerk.
Bahn: Modernisierung und Digitalisierung der bestehenden Strecken einschließlich eines zeitgemäßen Lärm- und Erschütterungsschutzes.
Alternativplanung: Planung und Bau einer leistungsfähigen neuen Güterverkehrsstrecke, damit der Güterverkehr nicht dauerhaft durch das enge Mittelrheintal geführt werden muss.
Wirtschaft: Schaffung eines robusten Verkehrssystems, das auch bei Niedrigwasser, Hochwasser, Baustellen oder anderen Störungen funktionsfähig bleibt.
Lebensqualität: Entlastung der Menschen im Welterbetal von den stetig zunehmenden Belastungen durch den Schienengüterverkehr.
Eine solche Gesamtplanung wäre kein kleines Bauprojekt, sie wäre eine Investition in die wirtschaftliche Zukunft, Versorgungssicherheit und Krisenfestigkeit Deutschlands und Europas, sagt Willi Pusch. Natürlich müsse jede Staustufe oder jedes wasserbauliche Bauwerk umfassend auf ökologische, hydraulische, technische und wirtschaftliche Folgen geprüft werden. Es gehe nicht darum, heute schon eine bestimmte technische Lösung festzuschreiben. Es gehe darum, endlich auch über große Lösungen nachzudenken. Denn eines dürfe nicht passieren: dass Deutschland wieder jahrzehntelang Einzelmaßnahmen plant, während sich die Probleme verschärfen.
Abgeordneten schweigen
Besonders auffällig sei derzeit das Schweigen vieler Bundes- und Landtagsabgeordneter, so die Bürgerinitiative. Während die Wirtschaft wegen des extremen Niedrigwassers Alarm schlägt, die Binnenschifffahrt um ihre Existenzgrundlage fürchtet und gleichzeitig die Bahn nur begrenzt zusätzliche Gütermengen übernehmen kann, höre man aus der regionalen Politik erstaunlich wenig, bis nichts. Dabei betreffe diese Entwicklung den Mittelrhein unmittelbar. Schifffahrt, Bahn, Straßenverkehr, Industrie, Arbeitsplätze und nicht zuletzt die Lebensqualität der Menschen im Welterbetal hingen miteinander zusammen. So fragt man sich: „Wo sind die Forderungen unserer Abgeordneten nach einer langfristigen Lösung? Warum gibt es nicht längst eine gemeinsame Initiative von Bundestags- und Landtagsabgeordneten, Kommunen, Wirtschaft und Bürgerinitiativen, um Bund und Länder zu einer umfassenden Zukunftsplanung für den Mittelrhein zu bewegen? Wir erwarten von den Abgeordneten nicht, dass sie morgen eine fertige Staustufe beschließen.“
Aber man erwarte, dass sie übermorgen hinausdenken. Sie sollten gemeinsam mit Fachleuten prüfen lassen, welche Infrastruktur der Mittelrhein in den kommenden Jahrzehnten tatsächlich braucht. Der Mittelrhein dürfe nicht zum Nadelöhr Europas werden. Der aktuelle Blick auf den Pegel Kaub dürfe deshalb nicht nur eine kurzfristige Diskussion über Regen, Fahrrinnenvertiefung oder zusätzliche Lkw-Fahrten auslösen. Er sollte eine grundsätzliche Frage aufwerfen: „Wie wollen wir den Güterverkehr in Deutschland im Jahr 2040, 2050 oder 2075 sicher, umweltverträglich und krisenfest organisieren?“ Die Antwort der Bürgerinitiative lautet: „Nicht Wasser gegen Schiene. Nicht Straße gegen Bahn. Nicht Rhein gegen Mittelrheintal. Wir brauchen ein Verkehrssystem, in dem Wasserstraße, Schiene und Straße sich ergänzen, statt bei jeder Krise gegeneinander ausgespielt zu werden.“ Der Mittelrhein könnte dabei vom Problemfall zum Modell für eine neue, integrierte Verkehrsinfrastruktur werden.
Was heute als visionär erscheine, könne morgen dringend notwendig sein, so die Bürgerinitiative abschließend. Sie fordert von Bund und Ländern: Nicht länger nur verwalten und reparieren, endlich eine Zukunftsplanung für den Mittelrhein beginnen. Und sie fordert die Bundestags- und Landtagsabgeordneten der Region auf, dazu öffentlich Stellung zu beziehen. Welche Vorstellungen haben sie für den Mittelrhein im Jahr 2040, 2050 oder 2075?
Fazit:
„Die Bürger der Region haben ein Recht darauf, es zu erfahren. Der Rhein braucht eine Zukunft. Die Bahn braucht eine Zukunft. Die Wirtschaft braucht eine sichere Infrastruktur. Und die Menschen im Mittelrheintal brauchen endlich eine Zukunft ohne ständig wachsenden Güterverkehr vor ihrer Haustür.“
Bilder: 1) Der Rhein verschwindet an der Pfalz-Grafenstein bei Kaub in seinem Flussbett.. 2) So gut wie nichts mehr geht: Die Fähre Kaub bleibt vorerst an der Brücke. 3) Der Rhein bei Lorch. Die Boote der Mitglieder im Wassersportverein Lorch e.V. bleiben an den Stegen.
Pressefotos: © ASS-verlag
Artikel vom 17-08-2026
Korridorsanierung Rechter Rhein
Am Bahnhof Assmannshausen wird vieles erneuert
Im hessischen Teil der Bahnstrecke zwischen Wiesbaden und Lorchhausen gehen die Bauarbeiten zur „Korridorsanierung Rechter Rhein“ voran.

Am Bahnhof Assmannshausen wird vieles erneuert
Im hessischen Teil der Bahnstrecke zwischen Wiesbaden und Lorchhausen gehen die Bauarbeiten zur „Korridorsanierung Rechter Rhein“ voran. Durch die Korridorsanierung der viel befahrenen Bahnstrecke am rechten Rheinufer zwischen Troisdorf und Wiesbaden profitiert die Region nicht nur vom modernsten Ausrüstungsstandard bei Gleisen und Weichen. Vielmehr können die Züge dank neuer elektronischer Stellwerkstechnik flexibler gesteuert werden und verlässlicher über die Rheinstrecke fahren. Für Kundinnen und Kunden im Personen- und Güterverkehr wird ein deutlicher Mehrwert erreicht: Die Korridorsanierung sorgt für pünktlichere Züge und eine bessere Betriebsqualität. In Absprache mit den Kommunen plant die DB, zum Beispiel Personenunterführungen zu erneuern, Bahnsteige zu verlängern und für eine neue, attraktive Gestaltung, Beleuchtung und Möblierung an den Verkehrsstationen zu sorgen, so die Deutsche Bahn AG. Allerdings nimmt damit der dauerhafte Güterverkehr mit großem Lärmaufkommen nicht ab. Bürgerinitiativen versuchen immer wieder, dies anzuprangern, und fordern eine Entlastung des Güterverkehrs bzw. eine Ersatzstrecke.
Entlang der gesamten Strecke sieht man oder kommt man an Baustellen vorbei, so auch in Assmannshausen. Hier ist die Bedachung der Bahnsteige vollkommen abgerissen. Auch in den Unterführungen tut sich etwas. Vieles wird erneuert, allerdings ohne Barrierefreiheit zu schaffen. Dies, so die DB AG, sei nicht möglich. Im Bahnhof Assmannshausen liegen nämlich drei Gleisanschlüsse. Ein Gleis gilt als Nebengleis, damit Züge überholt werden können und abgestellte Personenzüge von Assmannshausen aus eingesetzt werden können. Zudem müssten zu den zwei Hauptgleisen Treppenauf- und -abgänge genutzt werden.
Was passiert am Bahnhof: das sind die Erneuerung von Außen- und Mittelbahnsteig, die Dachmodernisierung an Außen- und Mittelbahnsteig sowie die Erneuerung der Zuwegung. Es wird eine taktile Wegeleitung und Beschilderung für die Fahrgäste eingerichtet. Erneuert werden die Personenunterführung sowie die Treppenanlage am Mittelbahnsteig. Die Treppenanlagen am Außenbahnsteig und am ehemaligen Empfangsgebäude werden saniert, die Beleuchtungsanlage komplett erneuert. Sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen, dann werden die Fahrgäste neues Wartemobiliar auf den Bahnsteigen und eine digitale Fahrplananzeige antreffen.
Erneuert wird die Oberleitung auf einer Länge von ca. drei Kilometern, davon sind ein Kilometer im Stadtgebiet Rüdesheim, der Rest zwischen Rüdesheim und Assmannshausen. Die Schienen werden im Bereich des bisherigen Bahnhofs Rüdesheim sowie im weiteren Streckenverlauf bis zur Ortsgrenze Assmannshausen/Lorch auf einer Länge von neun Kilometern erneuert. Ebenso drei Weichen im Bereich der Brömserburg, zwei Weichen zwischen Rüdesheim und Assmannshausen sowie sechs Weichen in Assmannshausen zwischen Bahnhof und Niederwaldstraße. In Rüdesheim wird ein elektronische Stellwerk gebaut.
Für die Zeit der Bauarbeiten hat die DB bekanntlich einen Schienenersatzverkehr eingerichtet.
Der Bahnübergang an der L3034 (Am Alten Bahnhof) in Assmannshausen bleibt entgegen der ursprünglichen Planung aktuell weiterhin geöffnet. Die dort vorgesehenen Arbeiten finden wegen Änderungen im Bauablauf nun zu einem späteren Zeitpunkt statt. Die einwöchige Sperrung des Bahnübergangs verschiebt sich entsprechend – den genauen Termin dafür wird die DB AG veröffentlichen, sobald möglich.
Bilder: 1) Die Bedachung der Bahnsteige ist vollkommen abgerissen. Auch in den Unterführungen tut sich etwas. 2) Für die Zeit der Bauarbeiten hat die DB bekanntlich einen Schienenersatzverkehr eingerichtet.
Pressefotos: © ASS-verlag
Artikel vom 13-08-2026
Vor 120 Jahren: Gemeinde hat ein Elektrizitätswerk
1953 wurde das gemeindeigene Werk eingestellt
Im Dezember 1906 war die von der Gemeindevertretung beschlossene Errichtung eines Elektrizitätswerkes durch Siemens und Schuckert abgeschlossen.

1953 wurde das gemeindeigene Werk eingestellt
Im Dezember 1906 war die von der Gemeindevertretung beschlossene Errichtung eines Elektrizitätswerkes durch Siemens und Schuckert abgeschlossen. Die Elektrifizierung der Gemeinde war in Gange und die Kosten wurden mit 72 325 Mark berechnet. Weitere 26 709 Mark waren bis zum Abschluss der Arbeiten erforderlich. Das war vor 120 Jahren.
1953 wurde die eigene Stromversorgung eingestellt. Die Gemeindekörperschaften beschlossen einstimmig, das gemeindeeigene E-Werk (Gleichstrombetrieb) einzustellen. Die Stromversorgung wurde auf Wechselstrom von den Rheingauwerken umgestellt und die Stromverteilung weiterhin in eigener Regie durchgeführt. Für diese bedeutende Umstellung bzw. Modernisierung waren rund 180 000 DM erforderlich.
Die Maschinenhalle wurde danach komplett geräumt. Der örtliche, im Jahre 1899 gegründete Turnverein, sollte davon profitieren. Bisher bildeten junge Männer die erste Turnriege, die im Hof des Schulgebäudes (späteres Vereinshaus) an den vorhandenen Geräten – Querbalken und hölzernem Barren – trainierten.
1953 konnte die ehemalige Maschinenhalle des Elektrizitätswerks für den Turnbetrieb umfunktioniert werden. Dabei hatten Vereinsmitglieder einen erheblichen Arbeitseinsatz erbracht, bis die schwer armierten Betonfundamente der Dynamomaschinen mit Hammer und Meißel ab- und ausgestemmt waren. Mit dem Anbau von Umkleideräumen sowie Toiletten, Duschen und Waschgelegenheiten wurde die Turmhalle 1955 komplettiert.
Im Zuge der Gebietsreform 1977 wurde Assmannshausen ein Ortsteil von Rüdesheim am Rhein, und die Turnhalle ging in städtischen Besitz über. Zusammen mit dem Verkauf des benachbarten Rathauses wurde später auch die Turnhalle verkauft. Mit dem Bau eines neuen Vereinshauses in der Rheinallee hatte der Turnverein eine neue Sporthalle bekommen.
Bild: Erinnerung an das Elektrizitätswerk Bad Assmannshausen im Jahre 1906.
Foto: © Archiv ASS Verlag.
Artikel vom 11-08-2025
Saisonende im Asbach-Bad
Das Team des Asbach-Bads blickt auf einen ereignisreichen Sommer zurück und kann sich kräftig auf die Schultern klopfen: Vom Saisonstart am 1.

Das Team des Asbach-Bads blickt auf einen ereignisreichen Sommer zurück und kann sich kräftig auf die Schultern klopfen: Vom Saisonstart am 1. Mai, über jede Menge Spiel- und Spaßveranstaltungen für Groß und Klein zu den erfolgreichen langen Schwimmnächten und dem Vollmondschwimmen, dem diesjährigen Benefizschwimmen und den erstmalig im Asbach-Bad stattfindenden Alexander-Fleschner-Pokal, hat das Team rund um Liza Holtey, die Rüdesheimer Badleitung, jede Menge Schweiß und Herzblut in die Saison gesteckt.
Um den letzten Badetag dieses Jahres Sonntag, den 13.09.2026 zu gewährleisten, wird am Montag den 07.09 ein Schließtag eingelegt werden. Am 14.09.2026 findet dann das beliebte Hundeschwimmen statt, bei welchem sich die Vierbeiner im chlorfreien Wasser austoben dürfen. Um Einlass zu erhalten, muss eine gültige Tollwutimpfung sowie der Nachweis einer Haftpflichtversicherung erbracht werden.
Das Team des Asbach-Bades freut sich in den letzten Wochen der Badesaison 2026 nochmals zahlreiche Besucherinnen und Besucher begrüßen zu dürfen und bedankt sich bei den Gästen recht herzlich.
Artikel vom 07-08-2026

Erneuerung der Wasserleitung
Auch Hausanschlüsse werden erneuert
In Assmannshausen ist die Niederwaldstraße wegen Erneuerung der Wasserleitung von Haus 16 bis 31 gesperrt.

Auch Hausanschlüsse werden erneuert
In Assmannshausen ist die Niederwaldstraße wegen Erneuerung der Wasserleitung von Haus 16 bis 31 gesperrt. Die Bauarbeiten haben am Montag begonnen und sollen laut bauausführender Firma voraussichtlich bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Im Zuge der Baumaßnahme werden auch die Hausanschlüsse an die Trinkwasserleitung erneuert. Hierfür ist es erforderlich, dass die Baufirma zeitweise Zugang zu den betroffenen Grundstücken sowie zu den Hausanschlüssen benötigt. Für die Ausführung der Arbeiten wird es mehrfach erforderlich sein, die Wasserversorgung vorübergehend zu unterbrechen. Über die jeweiligen Termine informiert die Baufirma rechtzeitig durch einen separaten Einwurfzettel. Sollten eine Möbelanlieferung, ein Krankenhaustransport oder eine vergleichbare Situation nötig sein, soll man die Baufirma informieren, man werde eine Lösung finden. Wenn die Müllabfuhr ein entsprechendes Grundstück nicht anfahren kann, steht die Baufirma hilfreich zur Seite. Hierüber wurden die betroffenen Straßenanlieger bereits informiert.
Artikel vom 03-08-2026
Hessen Mobil schließt Radweglücke
Freigabe auch für Fußgänger und Radfahrende
Wer auf dem Rheinradweg unterwegs war, musste am Ortsausgang von Rüdesheim bislang eine Lücke im Wegeverlauf in Kauf nehmen.

Freigabe auch für Fußgänger und Radfahrende
Wer auf dem Rheinradweg unterwegs war, musste am Ortsausgang von Rüdesheim bislang eine Lücke im Wegeverlauf in Kauf nehmen. Damit ist jetzt Schluss: Hessen Mobil hat die fehlende Verbindung entlang der Bundesstraße 42 hergestellt. Nachdem bereits die Baustellenverkehrsführung auf der B 42 zurückgebaut wurde, können ab heute auch Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger den Rad- und Gehweg durchgängig von Rüdesheim bis zur hessisch-rheinland-pfälzischen Landesgrenze nutzen. Der Lückenschluss konnte seinerzeit nicht gemeinsam mit dem übrigen Rheinradweg zwischen Rüdesheim und Lorch umgesetzt werden. Die räumlichen Gegebenheiten am Ortsausgang von Rüdesheim stellen hohe Anforderungen an die Planung: Zwischen Rhein, Bahnstrecke, Bundesstraße, Bahnhof, Fähranleger und Bahnübergang steht nur sehr begrenzt Raum zur Verfügung.
Für den Rad- und Fußverkehr wurde deshalb eine Lösung entwickelt, bei der ein stillgelegtes Bahngleis genutzt wird. Zwei Bedarfsampeln ermöglichen künftig ein sicheres Queren der Bundesstraße 42. „Wer den Rheinradweg genutzt hat, musste am Ortsausgang von Rüdesheim bislang eine Unterbrechung der Wegeverbindung in Kauf nehmen. Genau diese Lücke schließen wir jetzt. Mit der neuen Wegeführung schaffen wir eine sichere und verlässliche Verbindung für Radfahrende sowie für Fußgängerinnen und Fußgänger. Davon profitieren die Menschen vor Ort ebenso wie Pendlerinnen und Pendler sowie die vielen Gäste, die den Rheinradweg nutzen. Gute Infrastruktur zeigt ihren Wert dort, wo sie den Alltag erleichtert und die Verkehrssicherheit verbessert. Genau das erreichen wir mit dieser Maßnahme“, sagt Ines Fröhlich, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum.
Umsetzung in zwei Schritten
Der Lückenschluss sollte ursprünglich bereits im Jahr 2025 erfolgen. Nachdem die Zusammenarbeit mit dem damaligen Auftragnehmer beendet werden musste, konnte die Maßnahme jedoch nicht wie geplant umgesetzt werden. Aufgrund der Generalsanierung „Rechter Rhein“ der Deutschen Bahn wäre eine vollständige Realisierung zunächst erst nach Abschluss der Bahnarbeiten möglich gewesen.
Um die Verbesserung für die Nutzerinnen und Nutzer nicht um mehrere Jahre zu verschieben, entschied sich Hessen Mobil für eine Umsetzung in zwei Schritten. Die nun freigegebene Wegeführung stellt bereits heute eine sichere Verbindung her. Nach Abschluss der Arbeiten der Deutschen Bahn wird die Maßnahme mit den endgültigen Ampelanlagen sowie der Sanierung der B 42 in diesem Abschnitt vollständig fertiggestellt.
Mehr zu Hessen Mobil und zum Verkehr auf Landesebene finden Sie unter mobil.hessen.de.
Artikel vom 01-08-2026

LEADER-Projekte
Förderantrag noch bis 21. August einreichen
Rheingau. (av) – Noch bis zum 21. August 2026 können LEADER-Projekte eingereicht werden. Es steht ein Gesamtplafond von 599.379,49 € zur Verfügung, davon 531.

Förderantrag noch bis 21. August einreichen
Rheingau. (av) – Noch bis zum 21. August 2026 können LEADER-Projekte eingereicht werden. Es steht ein Gesamtplafond von 599.379,49 € zur Verfügung, davon 531.319,70 € aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER-Mittel) sowie 68.059,79 € Landesmittel. Die Landesmittel stehen unter dem Vorbehalt der Mittelbereitstellung durch das Land Rheinland-Pfalz. Dies teilt der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal mit. Man solle die Chance nutzen, sich ein Projekt, das einen Beitrag zur Lokalen Integrierten Ländlichen Entwicklungsstrategie (LILE) leistet, fördern zu lassen. Das teilt die Lokale Arbeitsgruppe (LAG) Welterbe Oberes Mittelrheintal mit.
Die Projektskizzen müssen bis zum 21. August 2026 eingereicht werden, die Auswahl durch die LAG erfolgt am 16. September 2026. Die ausgewählten Vorhaben müssen bis spätestens 31. Oktober 2026 einen förmlichen Förderantrag bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) stellen. Aufgrund der verkürzten Fristen können in diesem Förderaufruf ausschließlich umsetzungsreife Projekte berücksichtigt werden. Das bedeutet: Alle erforderlichen Genehmigungen, Eigentumsnachweise sowie Finanzierungszusagen etc. müssen bereits bei der Einreichung vorliegen. Ob kreative Ideen für die Region, nachhaltige Projekte oder neue Impulse für das Mittelrheintal – LEADER bietet die Chance, innovative Vorhaben Wirklichkeit werden zu lassen. Die Geschäftsstelle der LAG unterstützt interessierte Projektträger gerne bei Fragen rund um das LEADER-Programm sowie bei der Vorbereitung der Unterlagen. Weitere Informationen zum Ablauf der Förderung und die Kontaktdaten der Geschäftsstelle finden sich auf der Webseite der LAG unter www.lag-welterbe.de.
Artikel vom 01-08-2026
Foto: © Lokale Arbeitsgruppe (LAG) Welterbe
Glockengeläut ist ausgeschaltet
Alle Termine im Pfarrbrief
Auch wenn kein Glockengeläut mehr zu hören ist, finden alle im Pfarrbrief angekündigten Gottesdienste statt. Der Ortsausschuss der katholischen Gemeinde Hl. Kreuz/Hl.

Alle Termine im Pfarrbrief
Auch wenn kein Glockengeläut mehr zu hören ist, finden alle im Pfarrbrief angekündigten Gottesdienste statt. Der Ortsausschuss der katholischen Gemeinde Hl. Kreuz/Hl. Nikolaus weist darauf hin, dass wegen der Sanierungsarbeiten am und im Turm, Glockengeläut und Schlagwerk der Turmuhr abgeschaltet werden mussten. So sind auch kommenden Sonntag, ohne dass die Glocken dazu einladen, die Gläubigen um 9:30 Uhr herzlich zum Gottesdienst eingeladen.
Artikel vom 28-07-2026

Von Laupheim bis Assmannshausen
Josefine Onderka feierte ihren 90. Geburtstag
Glückwünsche und Dankesworte erreichten Josefine Onderka, die am 22. Juli 2026 ihren 90. Geburtstag feiern durfte.

Josefine Onderka feierte ihren 90. Geburtstag
Glückwünsche und Dankesworte erreichten Josefine Onderka, die am 22. Juli 2026 ihren 90. Geburtstag feiern durfte. Zu den Gratulanten zählte Bürgermeister Dirk Stuckert, der Gesundheit und weitere Lebensjahre wünschte. Gleichzeitig überbrachte er die Glückwünsche des Rheingau-Taunus-Landrats Sandro Zehner und die des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein.
Josefine Onderka ist am 22. Juli 1936 in Laupheim geboren und sie hatte sieben Geschwister. Nach ihrer Schulzeit war sie im Verkauf tätig. 1963 heiratete sie ihren Mann, der in Ulm bei der Deutschen Bahn angestellt war. 1964 erfolgte der Umzug nach Ulm. Nachdem ihr Mann 1996 verstarb, erfolgte im Jahre 2000 der Umzug nach Aichstetten, wo ihr der Bruder eine Wohnung angeboten hatte. Der führte dort im gleichen Haus die Firma Fotosatz Amann, die überwiegend den Satz für Buchverlage herstellt. Ebenfalls im gleichen Haus hatte dessen Frau, dort eine Praxis für Physiotherapie. Hier sah es die Jubilarin als selbstverständlich an, im Haushalt mit anzupacken, wofür am Tage ihres 90. Geburtstags nochmals ein herzliches Dankeschön für das, was sie dort leistete, ausgesprochen wurde.
Nun lebt die Jubilarin seit zehn Jahren in Assmannshausen. Hier sind auch Bruder und Schwägerin beheimatet. Josefine Onderka hat eine Leidenschaft für Stricken und Häkeln. Es entstehen Socken, bis hin zu feinen Jacken und Pullovern. Einiges hat sie bereits dem Ökumenischen Hospizdienst Rheingau für dessen jährlichen Basar gespendet.
Bild: Bürgermeister Dirk Stuckert gratuliert im Namen der Stadt Rüdesheim am Rhein, des Landes Hessen und des Rheingau-Taunus-Kreises.
Foto: Pressefoto ASS Verlag
Artikel vom 27-07-2026
Turmsanierung an der Kirche Assmanshausen
Neue Balken im Dachbereich, einsturzgefährdete Leitern werden ersetzt
Mit der Hilfe einer Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Rüdesheim hatte ein beauftragtes Architekturbüro vor längerer Zeit den Kirchturm der Pfarrkirche Hl.

Neue Balken im Dachbereich, einsturzgefährdete Leitern werden ersetzt
Mit der Hilfe einer Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Rüdesheim hatte ein beauftragtes Architekturbüro vor längerer Zeit den Kirchturm der Pfarrkirche Hl. Kreuz befahren um dabei aktuelle Schäden zu erfassen. Festgestellt wurde, dass die aus Sandstein erstellte Eckquaderung und auch der Mittelstab des westlichen Maßwerkfensters massive Schäden aufweisen, welche sich in den letzten Jahren noch wesentlich verstärkt haben. Viele der zu erkennenden Auflagerungen liegen hohl und sind teilweise absturzgefährdet. Neben den Fassadenflächen wurde auch die Dacheindeckung des Turms begutachtet. Hierbei waren zahlreiche Fehlstellen in der Schieferdeckung und Schäden an den Verblechungen erkennbar. Um Schaden durch herabfallendes Gestein zu vermeiden, wurde der Turm mit Netzen gesichert. Wann es zu einer Sanierung des Kirchturms kommen würde, war zu dieser Zeit noch völlig offen. Einsturzgefährdet ist der Treppenaufgang im Turm, der zunächst vorrangig ersetzt werden soll. Da im Turm ein Turmfalke sein Quartier bezogen hatte, blieb das Netz in einem Fensterbereich geöffnet, damit der Vogel auch weiterhin ein- und ausfliegen kann.
Zwar ist einer Sanierung des Kirchturms nicht anzusehen, in seinem Inneren hat sich jedoch schon einiges getan, was von außen nicht sichtbar ist. Es wurden einige der dachstützenden Balken ausgetauscht und zwei neue Laufstege im oberen Dachbereich eingesetzt. Ein neuer Treppenaufgang führt vom Dach zum Turmeingang, wo nunmehr weitere Arbeiten anstehen. Auch hier wird, bevor der Schmutz verschwindet, ein neuer Turmaufgang gezimmert. Es wird bereits als gefährlich erachtet, den alten Aufstieg zu benutzen. Um den Schmutz, überwiegend bestehend aus Vogelkot, aus dem Turm zu befördern, wird ein Stück des Kirchendaches geöffnet, um diesen über ein Fallrohr in einen Container zu schaffen, der im Pfarrgarten aufgestellt wird. Spätestens dann wird für alle auch der Fortgang einer Turmsanierung erkennbar. Nächster Schritt wird die Ausführung der Arbeiten an der Turmfassade sein.
Bilder: 1) Einige der Dachbalken mussten ausgetauscht und eingesetzt werden. 2) Neuer Treppenaufgang vom Dachboden hinauf zum Eingang in den Turmbereich. 3) Im Innern des Kirchturms, hier gibt es noch einiges zu tun. 4) Schutt und Vogelkot müssen beseitigt werden.
Fotos: Pressfotos © ASS Verlag
Artikel vom 20-07-2026














